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Mittwoch, 3. November 2010

Johanniskofel

Kurze "Törggele"-Wanderung in der Sarner Schlucht
   

Anfahrt: Bozen; Richtung Sarntal bis nach dem 17. Tunnel
Anfahrtszeit: ca. 25 Min.
Ausgangspunkt: Parknische auf der linken Seite direkt nach dem Tunnel (474m)
Gehzeit/Höhenunterschied: gesamt 1h/200hm

Beschreibung: Man geht zunächst die Strasse talauswärts entlang durch drei kurze Tunnels. Am Ende des dritten Tunnels zweigt links ein Weg ab. Diesem folgt man über eine abenteuerliche Hängebrücke auf die andere Talseite. Dort führt der Steig Nr. 4, ein alter gepflasterter Weg steil nach oben. Er verläuft teilweise durch Wald, dann wieder vorbei an Weingärten und führt schliesslich zum Steinmannhof. Vor dem Hof links abzweigen und man erreicht auf einem Steig in ca. 5 Min. das kleine gotische Kirchlein auf  dem Johanniskofel (658m).
Abstieg: wie Aufstieg.

Einkehrmöglichkeit: Steinmannhof (Im Herbst ideal zum "Törggelen")
Zusätzliche Informationen: Der Weg ist teils gepflastert und kann rutschig sein; bei Nässe nicht zu empfehlen! Vorsicht durch die Tunnels! Eventuell eine Lampe mitnehmen, um besser gesehen zu werden.
Karte: TABACCO Blatt 034 Bozen - Ritten 1:25000

Dienstag, 2. November 2010

Burgruine Greifenstein (Sauschloss)

Herbstwanderung mit traumhafter Aussicht 
   
  
Anfahrt: Richtung Bozen - Krankenhaus; links am Krankenhaus vorbei Richtung Meran; nach ca. 200m befindet sich auf der rechten Seite die „Kaktussiedlung“ mit kostenloser Parkmöglichkeit
Anfahrtszeit: ca. 20 Min.
Ausgangspunkt: Parkplatz unterhalb der Siedlung
Gehzeit/Höhenunterschied: gesamt ca. 3h/540hm

Beschreibung: Vom Parkplatz (243m) folgt man der Straße nach Meran für ca. 300m, bis rechts der Weg Nr. 11 abzweigt. Dieser Weg verläuft durch den Wald steil aufwärts und kreuzt stellenweise eine schmale Bergstraße. Unter der Burgruine hält man sich rechts, bis man in einen Sattel kommt. Um den Eingang der Burgruine Greifenstein (751m) zu erreichen, geht man nun nach links, zunächst abwärts, dann wieder aufwärts. Um hineinzugelangen, muss man über eine zwei Meter hohe Mauer kraxeln, was sich aufgrund des herrlichen Rundblicks aber allemal auszahlt.
Abstieg: Für den Abstieg geht man wieder zurück in den Sattel und erreicht dem Weg links folgend in gut 20 Min. das Gasthof „Noafer“ (781m). Von dort führt ein Weg geradewegs hinunter nach Moritzing. Dort folgt man der Straße für ca. 5 Min. Richtung Meran und erreicht wieder den Ausgangspunkt.

Einkehrmöglichkeit: Gasthof „Noafer“ in Unterglanig
Empfohlene Jahreszeit: Herbst. Diese Wanderung lässt sich gut mit einem anschließenden „Törggelen“ verbinden.
Zusätzliche Informationen: Der Weg ist stellenweise sehr steil und erfordert deshalb gutes Schuhwerk
Karte: TABACCO Blatt 034 Bozen – Ritten 1:25000

Freitag, 29. Oktober 2010

Törggelen

   
Herbst in Südtirol bedeutet: Törggele-Zeit! Das Törggelen ist ein beliebter Brauch, bei dem man sich – meist im Rahmen einer Wanderung durch die Herbstlandschaft Südtirols – in einen gemütlichen Gasthof, Buschenschank, Weinhof oder alten Weinkeller begibt. Dort wird in geselliger Runde süßer Most und junger Wein getrunken, zu dem handfeste Hausmannskost serviert wird. Typisch für eine Törggele-Mahlzeit sind Schlachtplatten mit Surfleisch, Sauerkraut, Rippelen, diversen Würsten und Knödeln. Zur Abrundung gibt es gebratene Kastanien, Bauernkrapfen, Strauben und Tirtlen.
Die Ursprünge vom Törggelen finden sich im alten Brauch der Bauern und Weinhändler, zwischen Anfang Oktober und dem Beginn der Adventszeit den jungen Wein zu verkosten.
Der Begriff „Törggelen“ leitet sich vom lateinischen Wort „torcolum“ ab und bedeutet Presse. Die Weinpresse wird im Südtiroler Volksmund noch heute „Torggl“ genannt.